Testergebnisse Strohballen-Brandschutztest

Die Strohballenwand im Feuertest
Der "Fachverband Strohballenbau" informiert über den neuen Baustoff, organisiert Netzwerktreffen und - gnz wichtig: kümmert sich um die erforderlichen Tests für die baustoffliche Zulassung. Im Juli 2003 z.B. hat der Baustoff Strohballen den Brandschutztest "F90" geschafft! Wir waren mit der Kamera dabei, als eine Strohballenwand, auf beiden Seiten mit Lehm verputzt, mit 1000 Grad Celsius befeuert wurde und der Hitze 90 Minuten lang allen Kriterien standhielt.

Testergebnisse und Bilder zum Brandschutztest

Am 4.Juli 2003 hat der Baustoff Strohballen eine weitere Hürde auf dem Weg zur leichteren Genehmigung in Deutschland geschafft: in der Materialprüfanstalt Braunschweig wurde der Brandtest "F90" geschafft! Wir waren mit der Kamera dabei, ale eine Strohballenwand, auf beiden Seiten mit Lehm verputzt, mit 1000 Grad Celsius befeuert wurde und der Hitze 90 Minuten lang standhielt.

Wand_am_Anfang.jpg Feuer_am_Anfang.jpg Maertins_guckt_in_Ofen.jpg
Die verputzte Strohballenwand steht vor einem riesigen Ofen: Temperaturfühler messen die Temperaturen in der Wand und auf der feuer-abgewandten Seite Ein Blick in den Ofen von innen: es geht los! Die Ölbrenner werden die Strohballenwand mit bis zu 1000 Grad Celsius befeuern Herr Maertins von der Materialprüfanstalt, kontrolliert die Brandkammer und das Aussehen der Wand von innen
Kontrollraum.jpg Kurve.jpg Feuer_nach_52_min.jpg
Im Kontrollraum werden alle wichtigen Daten gemessen: Temperaturen innen und aussen, Verformung der Wand etc. Ein Brand wird simuliert: das Feuer wird heisser und heisser, je länger die Brenner laufen... Nach 30 Minuten ist "F30" geschafft! Nun wird das nächsthöhehre Ziel , "F90", angestrebt....
Erster_Riss_nach_30_min.jpg Rauch.jpg Dirk_guckt_in_Ofen.jpg
Ein Riss auf der feuer-zugewandten Seite nach über 30 Minuten kann den Erfolg des Tests noch nicht wirklich gefährden Die Wand von vorne: Rauch tritt zwar an den Ecken aus, doch das ist laut Prüfer nur eine Anschlusssache zwischen Prüfrahmen und Wand. Die Wand selbst ist absolut stabil. Immer wieder der Blick in die Brandkammer: hält die Wand auch über 90 Minuten dieser Belastung?
Temperaturf%FChler.jpg Dirk_im_Kontrollraum.jpg Maertins_schreibt.jpg
Die Temperaturfühler an der Wandaussenseite messen kaum Temperaturerhöhung: die Wärmeisolierung ist wie erwartet enorm Im Kontrollraum: Scharmer beobachtet die Temperaturwerte Maertins beim Notieren der Beobachtungen
Feuer_mit_Riss.jpg Rauch.jpg Dirk_hebt_Daumen.jpg
Es bilden sich nach 50 - 60 Minuten immer mehr Risse, doch bedenklich ist das alles noch nicht. Ein bischen Qualm an den Ecken zum Prüfrahmen, das ist alles, was sich an der feuerabgewandten Seite tut... Freude beim Strohballenarchitekten!
92_min.jpg    
Nach über 90 Minuten wird der Test beendet: die Wand hat alle Kriterien bestanden!    
ANFORDERUNG DER PRÜFER:
ERGEBNIS:
Maximale Temperaturerhöhung von 180 Kelvin auf der feuerabgewandten Seite Kaum Temperaturerhöhung: tatsächlich hat sich die Wand auf der Aussenseite keine 10 Grad Celsius erhitzt, und das bei 1000 Grad auf der Innenseite!
Die Wand darf kaum Rauchaustritt auf der feuerabgewandten Seite zeigen Es gab keinen Rauchaustritt (der Rauch an den Ecken ist prüfbedingt, da die Wand in den Prüfrahmen eingebaut ist)
Stabilität der Wand: die ihr aufgetragene Last muss über die Prüfdauer getragen werden Kaum Verformung der Wand, die Lasten wurden über 90 Minuten voll getragen!

Das ursprüngliche Ziel des Tests war das Erreichen von "F30", also einem Standhalten der Kriterien über 30 Minuten. Geschafft hat die Wand letztendlich 90 Minuten, in der Fachsprache "F90". Ein weiterer Schritt für die bauaufsichtliche Zulassung des Baustoff Strohballen in Deutschland!

Die schriftlichen Ergebnisse dieses (und einiger anderer Strohballen-) Tests mit den genauen Daten sind als Download erhältlich auf der Homepage des "Fachverband Strohballenbau": www.fasba.de Der Fachverband bittet um eine kleine Spende, da er sämtliche Tests für den Baustoff Strohballen finanziert. Denn: beim Strohballen gibt es keine finanzkräftige Lobby, die mit der Zulassung des Baustoffs Strohballen Geld verdienen könnte - so werden alle Hausherren, die von den Ergebnissen dieser Arbeit profitieren, um einen kleinen Beitrag gebeten, siehe fasba-Homepage.