Stroh im Kopf

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Format: PAL, Stereo Spieldauer: 63 Minuten Bildseitenformat: 4:3 Sprache:...mehr
Produktinformationen "Stroh im Kopf"

Format: PAL, Stereo
Spieldauer: 63 Minuten
Bildseitenformat: 4:3
Sprache: deutsch, englisch, französisch und spanisch
Produktion: ÖKOFILM

Produktionsjahr: 2004
Regie: Heidi Snel
Kamera: Malcolm St.Julian Bown
Musik: Thomas Rottenbücher, Gerd Seffner
FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Stroh im Kopf - der Klassiker zum Thema Strohballenbau!

Ist es möglich, dass das Haus der Zukunft vor einem Jahrhundert erfunden wurde?
In den Jahren um 1890 fanden sich die Pioniere der Sandhügel in Nebraska in einer baumlosen Landschaft wieder, und wollten neues Leben schaffen. Aus der Not begannen sie, ihre Häuser provisorisch aus Strohballen zu bauen - und blieben darin wohnen, als sie feststellten, wie wunderbar dieser Baustoff funktioniert. Einige der über 100 Jahre alten Häuser stehen bis heute.

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Warum Häuser aus Strohballen bauen?
Die heutigen Strohballenpioniere wählen diesen natürlichen Baustoff wegen seiner vielen wunderbaren Eigenschaften. Stroh ist ein jährlich erneuerbarer Rohstoff, überall auf der Welt regional verfügbar. Es ist für viele Bauern ein Abfallprodukt, das in vielen Ländern noch in den Feldern verbrannt wird. Dabei ist Stroh ein wunderbarer Baustoff: die dicken Strohballenwände bieten höchste Wärmedämmwerte, die weit über den Standards für Niedrigenergiehäuser liegen. Mit einem natürlichen Material verputzt, sind die Wände atmungsfähig, und bieten ein ruhiges, gesundes Wohnklima.

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Sind Strohballenhäuser billiger als andere Häuser?

Die Kosten eines Strohballenhauses können enorm gesenkt werden, allerdings nur, wenn viel Eigenarbeit dabei ist. Das Material selbst spart natürlich, doch im Rohbau eines Haues steckt in der Regel nur ein geringerer Teil der Kosten. 
Gestapelt wie riesige Ziegel können Strohballenwände in wenigen Stunden ohne viel Aufwand "gemauert" werden. Es ist der Charme dieser Bauweise, dass die Strohballenwände  häufig in Gemeinschaftsaktionen mit Freunden und Helfern enstehen:

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Drei Häuser entstehen

In Unterfranken, in der Altmark und im Wendland haben wir drei Häuser bei verschiedenen Bauphasen gefilmt. Wir begleiten Strohballenarchitekt Dirk Scharmer, der auch den "Fachverband Strohballenbau" in Deutschland gegründet hat, durch eine Baustelle im Wendland, und erläutern dabei die einzelnen Bauabschnitte.

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Ein Luxus-Haus mit Marmorfußboden aus Stroh

Mit Hilfe von Strohballenbauer Axel Linde ist im bayrischen Unterfranken ein 400 qm großes Wohnhaus von Landwirts-Familie Warmuth entstanden. Im Film gibt es eine Reise durch das fertige Haus - ein wahrer Strohballen-Luxus-Tempel....

Die Strohballenwand im Feuertest
Der "Fachverband Strohballenbau" informiert über den neuen Baustoff, organisiert Netzwerktreffen und - ganz wichtig: kümmert sich um die erforderlichen Tests für die baustoffliche Zulassung. Im Juli 2003 z.B. hat der Baustoff Strohballen den Brandschutztest "F90" geschafft! Wir waren mit der Kamera dabei, als eine Strohballenwand, auf beiden Seiten mit Lehm verputzt, mit 1000 Grad Celsius befeuert wurde und der Hitze 90 Minuten lang allen Kriterien standhielt.

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Pressestimmen:

Das eingefangene Staunen, das offensichtlich über die Jahre auch der Filmerin nicht abhanden gekommen ist, springt als Begeisterung aus der Leinwand auf die Zuschauer über. Schritt für Schritt, vergleichbar fast mit einer Bauanleitung, können sie das Entstehen eines Strohhauses vom Holzgerüst bis zum fertigen Lehmputz mit erleben. Originelle Zeitraffer-Sequenzen sorgen nicht nur für unterhaltsame Bilder, sondern auch für den Überblick. Die Informationen sind journalistisch wohlsortiert und kompetent aufgereiht. Der Film hinterfragt gerade deshalb kritisch Für und Wider, weil er nicht aus vorgetäuschter objektiver Distanz aufgenommen wurde, sondern aus offen erkennbarer engagierter Nähe. Und deshalb ist er ansteckend.
(MAZ, Juli 2004, mit freundlicher Genehmigung der Autorin Kerstin Henseke)

"Der sehr interessante Film zeigt nicht nur den Bauprozess, sondern auch mehrere realisierte Projekte, vom einfachen in wenigen Tagen erstellten Strohballenhäuschen über fantasievoll in Stroh-Lehmbauweise gestaltete Eigenheime bis zum High-Tech-Gebäude in Passivhausbauweise. Das Video empfielt sich sowohl als Anleitung für Selbstbauer, als auch für Architekten und Handwerker."
(Zeitschrift "Wohnung + Gesundheit", Nr.113 Winter 2004, mit freundlicher Genehmigung von Winfried Schneider)

"Man muss nicht verrückt sein, aber man darf keine Angst davor haben, als Verrückter dazustehen." So spricht Strohballen-Baumeister Harald Wedig zu Beginn des Films und hat - natürlich - vollkommen Recht. Denn: Wer Strohballen als Baustoff vewendet, wird von den meisten Zeitgenossen immer noch als merkwürdiger Eigenbrötler auf einem abwegigen Öko-Trip angesehen. Eine Einschätzung, die nach der äußerst interessanten "Lektüre" dieses Films als absoluter Unsinn abqualifiziert werden muss. Die DVD zeigt nämlich nicht nur, wie einfach und effizient Stroh in lasttragender Bauweise wie in der Holzständerbauweise als Dämm-und Wandbaustoff eingesetzt werden kann, sondern präsentiert auch einen eindrucksvollen Brandtest in der Material-Prüfanstalt der TU Braunschweig, die einer verputzten Strohballenwand F-90-Qualität bescheinigt - wer hätte das gedacht? Am Ende des Films kommt auch noch der Schweizer Architekt Werner Schmidt zu Wort: "Ich sehe unendlich viele Möglichkeiten", sagt Schmidt, und er hat ganz sicher Recht, denn: Allein mit dem Stroh, dass in Deutschland jährlich als Abfallprodukt verbrannt wird, könnte man 350000 Einfamilienhäuser bauen..."
(Rezension aus der Zeitschrift Bauhandwerk, April 2005, mit freundlicher Genehmigung von Thomas Wieckhorst, Redakteur)

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© 2004 Ökofilm Heidi Snel

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